
Das Kruzifix ist ein eisernes Kreuz an einer Wegkreuzung zwischen Ilsenburg und dem Eckertal. Schon vor knapp 400 Jahren soll hier ein Kruzifix platziert gewesen sein. Solch eine Darstellung als Opferkreuz war im Mittelalter weit verbreitet, um in stiller Andacht der Leiden Jesu zu gedenken. Geeignete Plätze hierfür boten häufig Kirchen, Friedhöfe oder zentrale dörfliche bzw. städtische Plätze. Aber auch als Flurkreuze an Weggabelungen und -kreuzungen fanden sie Verwendung, zur Orientierung und zum stillen Innehalten.
Beim Bau der innerdeutschen Grenze wurde das Kruzifix zerstört und nach der politischen Wende im Jahre 1990 neu errichtet und auf einem Findling platziert.Die Wegkreuzung "Am Kruzifix" ist als Stempelstelle Nr.3 im System der Harzer Wandernadel gelistet, der Stempelkasten befindet sich in der ca. 50m vom Kruzifix entfernten Schutzhütte auf der gegenüberliegenden Seite der Kreuzung.
Für Wanderer: Wir empfehlen eine 17km-Runde, welche nur zu Beginn steil bergauf verläuft und dann großteils leicht zu gehen ist. Startend am Wanderparkplatz Ilsenburg zweigt ortsauswärts laufend schon nach wenigen Metern der Borkenkäferpfad von der Straße ab. Auf diesem steilen Zick-Zack-Weg passiert man die Bäumlersklippe und erklimmt den Meineberg. Nach insgesamt überwundenen 250 Höhenmetern und einem letzten flacheren Teilstück erreicht man nach 2,5 Wanderkilometern den Froschfelsen. Hier bzw. 100m entfernt an der Schutzhütte (mit Stempelkasten) ist Gelegenheit zur Rast. Nach einem Abstecher zu den in der Nähe befindlichen Westerklippen (Aussichtspunkt) geht es knapp 4km weiter zur Taubenklippe (HWN-Stempel 4) mit herrlichem Blick zur Rabenklippe und über das Eckertal. Über die Wegkreuzung Ernstburg (ehemaliger Standort des gleichnamigen Forsthauses) ereicht man nach 3km die HWN-Stempelstelle 3 Kruzifix, um von dort abwärts Richtung Ilsenburg und Ilsetal zum Wanderparkplatz zurückzukehren.



